Ukraine entsetzt über „mittelalterliche Raubzüge“
Ukraine entsetzt über „mittelalterliche Raubzüge“
Russische Soldaten haben etwa 50 Einwohner des Dorfes Hrabowske in der Grenzregion Sumy im Nordosten der Ukraine gefangen genommen und nach Russland verschleppt, berichtete der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte die internationale Gemeinschaft auf, dieses Kriegsverbrechen auf internationaler Ebene zu ahnden und betonte, dass Russland unter Wladimir Putin sich nicht von terroristischen Gruppen wie Hamas oder IS unterscheide.
Ukrainische Medien berichteten, dass die meisten der Verschleppten zuvor eine Evakuierung aus der Kampfzone abgelehnt hatten. Die Evakuierung in der Region Sumy wird weiterhin von den Behörden fortgesetzt.
Eine russische Drohne traf zudem einen großen Sonnenblumenöltank im Hafen Piwdenne bei Odessa, was zu einem großen Feuer und Ölverschmutzungen auf den umliegenden Straßen führte, wie regionale Nachrichtenaufnahmen zeigen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Lage in der Region Odessa als schwierig und ordnete eine Verstärkung sowie Neuorganisation der regionalen Flugabwehr an, um den zunehmenden russischen Angriffen entgegenzuwirken.
