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    Tagespuls Dezember 21, 2025

    Wie eine jüdische Salonnière den ersten Christbaum nach Wien brachte

    Die Tradition des Christbaums in Wien existierte nicht von jeher, sondern begann erst 1814 dank Fanny von Arnstein, einer einflussreichen jüdischen Salonnière, die einen der bekanntesten Salons der Stadt leitete.

    Fanny wurde 1758 in Berlin geboren, heiratete einen Wiener Bankier und gründete einen Salon, der während des Wiener Kongresses politische, künstlerische und intellektuelle Eliten zusammenbrachte und so zum Zentrum des politischen und kulturellen Lebens wurde.

    Ihr Salon wurde aufgrund ihres großen Einflusses von der Geheimpolizei überwacht, und durch diese Überwachung wurde der erste Christbaum in Wien dokumentiert, eine Tradition, die sie aus Berlin mitbrachte.

    Später übernahm die kaiserliche Familie in Wien diesen Brauch, als Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg den Christbaum 1816 in die Hofburg brachte, von wo aus sich die Tradition in der Stadt verbreitete.

    Fanny von Arnstein gilt als zentrale Persönlichkeit in der kulturellen und sozialen Geschichte Wiens, nicht nur wegen der Einführung des Christbaums, sondern auch wegen ihrer Unterstützung von Kunst, Musik und sozialer Wohlfahrt.

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