Schweizer Barbrand: Wunderkerzen auf Champagnerflaschen als wahrscheinliche Ursache
Schweizer Barbrand: Wunderkerzen auf Champagnerflaschen als wahrscheinliche Ursache
Nach Angaben der Quelle
Kurzüberblick: Ein tödlicher Brand in einer Bar in Crans-Montana, Schweiz, am Neujahrstag wurde wahrscheinlich durch Wunderkerzen auf Champagnerflaschen verursacht, die der Decke zu nahe kamen. Bei dem Unglück starben 40 Menschen, 119 wurden verletzt, viele davon schwer. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Brandschutzmaßnahmen, Kapazität und Materialien. Eine nationale Trauerfeier ist geplant.
Ein tödlicher Brand in einer Bar in Crans-Montana, einem Schweizer Skiort, am Neujahrstag wurde nach Angaben der Behörden wahrscheinlich durch Wunderkerzen auf Champagnerflaschen verursacht, die der Decke zu nahe kamen. Bei dem Unglück kamen 40 Menschen ums Leben, 119 wurden verletzt. Die Generalstaatsanwältin des Wallis, Beatrice Pilloud, erklärte, die Ermittlungen würden sich auf die verwendeten Materialien, die Brandschutzmaßnahmen der Bar, ihre Kapazität und die Anzahl der Personen zum Zeitpunkt des Brandes konzentrieren. Es wird geprüft, ob strafrechtliche Verfolgungen notwendig sind und ob die Deckeninstallationen, einschließlich der Verwendung von Schaumstoff, den Bauvorschriften entsprachen. Die formelle Identifizierung der 40 Todesopfer ist noch im Gange und hat Priorität. Von den 119 Verletzten, von denen viele in kritischem Zustand sind, wurden 113 identifiziert, darunter 71 Schweizer, 14 Franzosen und 11 Italiener. Rund 50 Verletzte mit schweren Verbrennungen wurden oder werden in spezialisierte Zentren in europäischen Ländern verlegt. Unter den Verletzten ist der 19-jährige französische Fußballer Tahirys Dos Santos, der schwer verbrannt und zur Behandlung nach Deutschland geflogen wurde. Der 16-jährige italienische Staatsbürger Achille Barosi wird noch vermisst, nachdem er die Bar betreten hatte, um seine Jacke und sein Telefon zu holen. Ein Barbesitzer gab an, das Lokal sei in den letzten zehn Jahren dreimal inspiziert worden und habe allen Vorschriften entsprochen. Familien und Jugendliche versammelten sich am Unglücksort, um Blumen und Kerzen niederzulegen. Ein Konferenzzentrum bietet Unterstützung für die Familien der Vermissten. Am 9. Januar ist in Crans-Montana eine Zeremonie für einen Moment der „nationalen Trauer“ geplant.
Quelle: www.bbc.com
