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  • Neuer Job: Red Flags in der Probezeit: Vier Warnzeichen für Chefs und Mitarbeiter

    Tagespuls März 6, 2026

    Neuer Job: Red Flags in der Probezeit: Vier Warnzeichen für Chefs und Mitarbeiter

    Nach Angaben der Quelle

    Kurzüberblick: Die Probezeit dient dazu, sowohl Angestellten als auch Führungskräften die Entscheidung über eine langfristige Zusammenarbeit zu erleichtern. Karriereexperten identifizieren vier zentrale „Red Flags“ oder Warnzeichen, die darauf hindeuten können, dass eine Arbeitsbeziehung nicht passt und eine Trennung in Betracht gezogen werden sollte. Diese Warnsignale betreffen die Integration ins Team, die Übereinstimmung von Fähigkeiten und Erwartungen, die Realität der Jobbeschreibung sowie die Qualität des Onboardings.

    Die Probezeit ist eine entscheidende Phase, in der sich sowohl neue Mitarbeiter als auch Führungskräfte orientieren und prüfen, ob die neue Position beziehungsweise der neue Angestellte langfristig passt. Karriereexperten wie Sabine Votteler, Nane Nebel und Stefan Wickenhäuser nennen vier Warnzeichen, auf die beide Seiten achten sollten: 1. **Die Integration ins Team klappt nicht:** * **Aus Sicht der Führungskraft:** Ein Warnsignal ist, wenn neue Mitarbeiter ständig Vergleiche zum Ex-Arbeitgeber ziehen und mangelnde Veränderungsbereitschaft zeigen. Dies kann bei Kollegen als Besserwisserei ankommen. * **Aus Sicht des Mitarbeiters:** Wenn Kollegen zurückhaltend oder skeptisch sind, man nicht einbezogen wird (z.B. bei Mittagessen oder Projektinformationen), ist dies ein Zeichen. Mitarbeiter sollten dies offen kommunizieren und um stärkere Einbeziehung bitten. Schweigen verschärft das Problem. 2. **Der Mitarbeiter hat sich zu gut verkauft:** * **Aus Sicht der Führungskraft:** Stellt ein Chef fest, dass ein neuer Mitarbeiter nicht über die benötigten Fähigkeiten verfügt, muss geprüft werden, ob diese trainierbar sind. Bei nicht trainierbaren oder zu großen Lücken sollte eine Trennung erwogen werden, es sei denn, es gibt andere Einsatzmöglichkeiten oder eine Investition in Weiterbildung ist sinnvoll und möglich. * **Aus Sicht des Mitarbeiters:** Obwohl Beraterin Votteler die Verantwortung eher bei der Führungskraft sieht, sollten Mitarbeiter selbst hinterfragen, ob ihre Fähigkeiten den Anforderungen entsprechen und ob es Missverständnisse gab. 3. **Die Jobbeschreibung stimmt nicht mit der Realität überein:** * **Aus Sicht der Führungskraft:** Wenn die Leistung nicht den Erwartungen entspricht, kann dies daran liegen, dass die Tätigkeit stark von der im Bewerbungsprozess vermittelten oder in der Stellenbeschreibung genannten abweicht. Führungskräfte sind in der Pflicht, dies zu kommunizieren und Verantwortung zu übernehmen. Besonders bei neu geschaffenen Positionen ist hier Aufmerksamkeit geboten. * **Aus Sicht des Mitarbeiters:** Wenn sich die Aufgaben ständig ändern oder nicht dem entsprechen, weshalb man eingestellt wurde, sollten Mitarbeiter dies ansprechen und um Struktur bitten. Eine Führungskraft, die hier keine Änderungen oder verlässliche Strukturen bieten kann, ist ein schlechtes Zeichen. 4. **Das Onboarding ist schlecht – oder es gibt keins:** * **Aus Sicht der Führungskraft:** Ein fehlendes strukturiertes Onboarding ist fahrlässig und eine strategische Aufgabe der Chefs. Desinteresse des neuen Mitarbeiters am Onboarding-Prozess kann ebenfalls ein Warnzeichen sein. * **Aus Sicht des Mitarbeiters:** Ein schlechtes oder fehlendes Onboarding, das keine schnelle Integration ermöglicht, ist eine klare „Red Flag“. Gute Führungskräfte sorgen für Kontakt zu Kollegen, erklären Prozesse und stellen eine funktionierende Arbeitsumgebung sicher. Fehlt dies, sollte über eine Trennung nachgedacht werden.

    Quelle: www.handelsblatt.com