Pressemitteilung – Vorsitzende des Fischereiausschusses fordert Kommission zur Aktivierung des Notfallkrisenfonds auf
Pressemitteilung – Vorsitzende des Fischereiausschusses fordert Kommission zur Aktivierung des Notfallkrisenfonds auf
Berichtet aus der Quelle
Kurzüberblick: Die Vorsitzende des Fischereiausschusses des Parlaments fordert die EU-Kommission auf, den Krisen- und Übergangsrahmen aufgrund der Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten zu aktivieren.
Die Vorsitzende des Fischereiausschusses, Carmen Crespo Díaz (EPP, ES), erklärte: „Der aktuelle geopolitische Kontext, insbesondere die Instabilität im Nahen Osten und die steigenden Ölpreise, haben direkte Auswirkungen auf den europäischen Fischereisektor. Treibstoff stellt einen der größten Betriebskosten der Flotte dar, sodass der anhaltende Preisanstieg die wirtschaftliche Tragfähigkeit vieler Schiffe gefährdet. Wenn diese Situation anhält, könnten viele Schiffe gezwungen sein, ihre Aktivitäten einzustellen, was schwerwiegende Folgen für die Beschäftigung in Küstengemeinden und für die Versorgung mit Meeresfrüchten auf dem europäischen Markt hätte. Aus diesem Grund fordern wir die Europäische Kommission auf, schnell Unterstützungsmechanismen zu aktivieren, wie den Krisen- und Übergangsrahmen, ähnlich wie während der Energiekrise 2022. Zu den möglichen Maßnahmen gehört die Mobilisierung der Kriseninstrumente des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF), um die am stärksten von den außergewöhnlichen Preiserhöhungen bei Treibstoff betroffenen Flotten sofort zu unterstützen. Es wird auch vorgeschlagen, die Beihilferechtsvorschriften vorübergehend anzupassen, damit die Mitgliedstaaten ihre Flotten dringend unterstützen können. Parallel dazu könnten außergewöhnliche Marktmaßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik aktiviert werden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Situation abzumildern. Über den Notfall hinaus sind Fortschritte bei strukturellen Lösungen erforderlich, die die Resilienz des Sektors stärken, wie die Erleichterung des Zugangs zu strategischen Treibstoffvorräten in europäischen Häfen.
Quelle: www.europarl.europa.eu
