Aktuelle Nahost-Entwicklungen: Israelische Bodeneinsätze, Drohnenangriffe und Trumps Forderungen
Aktuelle Nahost-Entwicklungen: Israelische Bodeneinsätze, Drohnenangriffe und Trumps Forderungen
Nach Angaben der Quelle
Kurzüberblick: Israel hat nach eigenen Angaben „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Südlibanon begonnen, um Hisbollah-Mitglieder und -Infrastruktur anzugreifen. Der Flughafen Dubai war nach einem Drohnenangriff vorübergehend geschlossen, der Betrieb soll jedoch wieder aufgenommen werden. US-Präsident Trump erhöht den Druck auf die NATO und andere Verbündete, die Straße von Hormus zu sichern, stößt dabei aber auf Zurückhaltung. Zudem kritisiert Trump US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg.
Israel hat in den vergangenen Tagen „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Libanon durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen seien aktive Hisbollah-Mitglieder und die Infrastruktur der Miliz, teilte die israelische Armee mit. Die Einsätze dienten dem Schutz der Einwohner im angrenzenden Nordisrael. Berichte über getötete Hisbollah-Milizionäre wurden vom israelischen Verteidigungsministerium bestätigt. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive; nach libanesischen Angaben wurden bereits 850 Menschen bei israelischen Angriffen getötet. Der internationale Flughafen von Dubai, ein wichtiges Drehkreuz, wurde nach einem Drohnenangriff vorübergehend geschlossen. Ein Treibstofflager geriet in Brand, das Feuer ist jedoch unter Kontrolle, und es gab keine Verletzten. Der Flugverkehr soll bald wieder aufgenommen werden. Saudi-Arabien meldete den Abschuss von 61 Drohnen, während die Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls Raketen und Drohnen aus Iran abfingen. US-Präsident Trump fordert von der NATO und anderen Ländern Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus und droht dem Bündnis mit einer „sehr schlechten“ Zukunft, sollte es nicht helfen. Australien lehnte die Entsendung von Kriegsschiffen ab, stellte aber Flugzeuge zur Verteidigung der VAE bereit. Japan reagierte ebenfalls zurückhaltend, und Deutschland hatte eine Beteiligung bereits ausgeschlossen. Trump besprach die Bedeutung der Wiedereröffnung der Wasserstraße auch mit dem britischen Premierminister Keir Starmer und drängte China zur Hilfe. Zudem erneuerte US-Präsident Trump seine Kritik an US-Medien. Er wirft ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder, -Videos und Falschbehauptungen zu verbreiten. Er zeigte sich erfreut über die Überprüfung der Lizenzen einiger dieser „korrupten und hochgradig unpatriotischen ‚Nachrichten‘-Organisationen“ durch die US-Medienaufsichtsbehörde FCC, die bereits mit Lizenzentzug gedroht hatte. Spanien zieht derweil vorübergehend Militärpersonal aus dem Irak ab. Iran lehnt Gespräche mit den USA über ein Kriegsende ab.
Quelle: www.tagesschau.de
