Anstieg freiwilliger Ausreisen abgelehnter Asylbewerber im ersten Halbjahr 2026
Anstieg freiwilliger Ausreisen abgelehnter Asylbewerber im ersten Halbjahr 2026
Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von abgelehnten Asylbewerbern und Migranten ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Fast 9.300 Menschen nutzten Rückkehrprogramme, um in ihre Heimat zurückzukehren.
Im ersten Halbjahr 2026 haben insgesamt 9.276 Menschen freiwillig Deutschland verlassen und sind im Rahmen von Rückkehrprogrammen des Bundes in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt. Diese Zahl zeigt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als im gleichen Zeitraum knapp 7.300 Personen eine geförderte Ausreise wahrnahmen.
Die Programme zur freiwilligen Rückkehr werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt. Neben der Übernahme der Flugkosten erhalten Erwachsene eine finanzielle Starthilfe von 1.000 Euro, während Kinder und Jugendliche mit 500 Euro gefördert werden. Seit Anfang 2025 ist auch die Rückkehr nach Syrien wieder möglich, nachdem das Programm zuvor aufgrund des Krieges ausgesetzt war.
Trotz der gestiegenen Zahl freiwilliger Ausreisen bleibt die Zahl der ausreisepflichtigen Personen hoch. Ende Juni 2026 waren laut offiziellen Angaben über 258.000 Menschen ausreisepflichtig, von denen knapp 200.000 geduldet wurden. Zusätzlich wurden im gleichen Zeitraum fast 19.000 Menschen abgeschoben, entweder durch polizeilichen Zwang oder mit Unterstützung durch Förderprogramme.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
