Außenminister Wadephul fordert Frieden bei Besuch in Kiew
Außenminister Wadephul fordert Frieden bei Besuch in Kiew
Bei einem Besuch in Kiew hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul die Notwendigkeit von Frieden betont und die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die Ukraine beim Schutz gegen russische Angriffe zu unterstützen.
Außenminister Johann Wadephul ist am Samstagmorgen nach einer geheim gehaltenen Anreise mit dem Nachtzug in Kiew eingetroffen. Während seines Besuchs, der mit dem Unabhängigkeitstag der Ukraine zusammenfällt, appellierte Wadephul daran, das Leid der ukrainischen Bevölkerung nicht zu vergessen. Dieser Sommer sei für viele Menschen vor Ort der tödlichste seit Jahren gewesen, da Russland die Angriffe mit Raketen und Drohnen intensiviert habe.
Wadephul machte deutlich, dass die aktuellen Bilder der Zerstörung durch russische Angriffe nicht ignoriert werden dürften. Er betonte die Notwendigkeit, das Land weiterhin im Kampf gegen die Aggressionen zu unterstützen und die Abwehrmöglichkeiten der Ukraine zu verbessern. Insbesondere der Mangel an modernen Abwehrsystemen, wie den amerikanischen Patriot-Batterien, erschwere die Verteidigung gegen ballistische Raketenangriffe der russischen Streitkräfte.
Laut Wadephul werde der Krieg langfristig nicht nur das Leid der ukrainischen Bevölkerung verstärken, sondern auch Russland selbst zunehmend wirtschaftlich und gesellschaftlich schwächen. Er kritisierte die zunehmende Propaganda und Unterdrückung im Inneren des Landes als Indikatoren für die bröckelnde Stabilität des russischen Regimes. Frieden sei der einzig mögliche Weg, das Leid zu beenden, sagte Wadephul abschließend.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
