Berliner Behörden nach Cyberangriff weiterhin eingeschränkt
Berliner Behörden nach Cyberangriff weiterhin eingeschränkt
Ein großflächiger Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz hat die Funktionsfähigkeit mehrerer Senatsverwaltungen erheblich beeinträchtigt. Die vollständige Wiederherstellung der Systeme könnte noch Tage in Anspruch nehmen.
Nach einem schweren Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz sind die betroffenen Senatsverwaltungen weiterhin vom Netz getrennt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner bezeichnete den Angriff als erheblich und ernst, betonte jedoch, dass nach aktuellem Stand keine sensiblen Daten abgeflossen seien. Besonders betroffen sind die Bau- und Verkehrsverwaltung, deren Systeme so schnell wie möglich wieder angeschlossen werden sollen. Die vollständige Wiederherstellung wird jedoch noch mehrere Tage dauern.
Die Ursachen des Angriffs sind bislang unklar, da die Behörden sich derzeit auf akutes Krisenmanagement konzentrieren. Unterstützung erhalten sie dabei von einem externen Dienstleister. Neben den Senatsverwaltungen waren auch Bürgerdienste betroffen, darunter die Online-Beantragung von Briefwahlunterlagen, die zeitweise nicht funktionierte. Dieses Problem konnte inzwischen behoben werden, wie Innensenatorin Iris Spranger bestätigte. IT-Systeme, die für die bevorstehende Berlin-Wahl relevant sind, blieben nach offiziellen Angaben unberührt.
IT-Experten kritisieren die Cybersicherheitsmaßnahmen des Landes Berlin als unzureichend. Manuel Atug, ein Fachmann auf diesem Gebiet, bemängelte die schlechte Vorbereitung und wies darauf hin, dass frühere Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit nicht umgesetzt wurden. Die Behörden stehen nun unter Druck, die Systeme schnell wiederherzustellen und gleichzeitig langfristige Maßnahmen zur Stärkung der IT-Sicherheit zu ergreifen.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
