Brandkatastrophe Crans-Montana: Opfer kämpfen um Genesung, Sicherheitsmängel werden untersucht
Brandkatastrophe Crans-Montana: Opfer kämpfen um Genesung, Sicherheitsmängel werden untersucht
Zwei Monate nach der verheerenden Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana kämpfen viele der schwer verletzten Überlebenden weiterhin um ihre Genesung, wobei fast 60 Personen noch immer in Krankenhäusern oder Rehabilitationskliniken behandelt werden. Die Familien der 41 meist jungen Todesopfer äußern tiefe Wut und Trauer, wie die Überlebende Mélanie Van de Velde, die ihren Körper auf Facebook als „Schlachtfeld“ beschrieb, verdeutlichte.
Die Barbetreiber, Jacques und Jessica Moretti, stehen im Visier der Ermittlungen bezüglich Brandschutzmaßnahmen, darunter die Kennzeichnung von Notausgängen, die Rechtmäßigkeit einer verengten Fluchttreppe und die Brandschutzeigenschaften des Deckenmaterials. Sie wurden vor einer Anhörung in Sitten von wütenden Angehörigen konfrontiert.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem gegen aktuelle und ehemalige Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde, da seit 2019 keine der vorgeschriebenen jährlichen Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten. Gemeindepräsident Nicolas Féroud wurde ebenfalls kritisiert, weil er das Ausbleiben der Kontrollen nicht erklären konnte und sich nicht öffentlich bei den Opfern entschuldigte.
Quelle: Kurier — https://kurier.at/chronik/welt/bar-brand-opfer-crans-montana-anwaelte-verbrennungen/403135707
