Chinesischer Speicherhersteller CXMT verklagt Pentagon wegen Militärstatus
Chinesischer Speicherhersteller CXMT verklagt Pentagon wegen Militärstatus
Der chinesische DRAM-Hersteller CXMT hat Klage gegen das US-Verteidigungsministerium eingereicht, um von einer Liste entfernt zu werden, die das Unternehmen als militärisch klassifiziert. Diese Einstufung blockiert Verteidigungsverträge, beeinträchtigt jedoch nicht den kommerziellen Verkauf.
Der chinesische Speicherhersteller CXMT, der weltweit viertgrößte Hersteller von DRAM-Chips, hat in Washington Klage gegen das US-Verteidigungsministerium eingereicht. Das Unternehmen fordert die Streichung von einer Liste, die es als militärisches Unternehmen einstuft. Diese Einstufung, die seit Januar 2025 besteht, schränkt zwar Verteidigungsverträge ein, lässt jedoch den kommerziellen Verkauf unberührt. CXMT betont in einer Stellungnahme, dass es kein militärisches Unternehmen sei und keine Verbindungen zur chinesischen Militär habe. Stattdessen entwerfe das Unternehmen Chips für zivile und kommerzielle Anwendungen. Die Klage wurde gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth eingereicht. CXMT war im Februar kurzfristig von der Liste entfernt worden, wurde jedoch im Juni erneut aufgeführt. Die Einstufung wird von vielen als Vorstufe zur Entity List angesehen, die den Handel stärker einschränkt und als Warnsignal für Investoren gilt. CXMT hat kürzlich Tencent überholt und ist nun das wertvollste börsennotierte Unternehmen Chinas mit einem Marktwert von etwa 3,54 Billionen RMB. Die europäische Perspektive auf diese Situation ist komplex. Europa hat keine nennenswerte DRAM-Produktion und ist auf Importe angewiesen. Zudem gibt es keine europäische Entsprechung zur US-Liste. Amerikanische Handelskontrollen betreffen auch europäische Lieferketten, was bedeutet, dass europäische Hersteller, die CXMT-Speicher kaufen, einem amerikanischen Risiko ausgesetzt sind. Diese Situation wirft Fragen auf, die in Brüssel bislang unbeantwortet geblieben sind. Die Klage von CXMT verdeutlicht die Spannungen zwischen den USA und China im Technologiebereich und die Herausforderungen, vor denen europäische Unternehmen stehen. Aufbereitet und bearbeitet von AboMatrix
Quelle: thenextweb.com
