Datenschutzbedenken: Klage gegen smarte Brillen von Meta in Deutschland
Datenschutzbedenken: Klage gegen smarte Brillen von Meta in Deutschland
Eine deutsche NGO hat rechtliche Schritte gegen Meta und mehrere Optik-Einzelhändler eingeleitet, um den Verkauf von smarten Brillen zu stoppen, die heimliche Aufnahmen ermöglichen und Datenschutzrechte verletzen könnten.
Die deutschen Datenschutzbedenken gegenüber den smarten Brillen von Meta und Ray-Ban haben zu einer Klage geführt. Die Brillen, die äußerlich wie normale Sehhilfen wirken, sind mit einer winzigen Kamera ausgestattet, die heimlich Aufnahmen macht und diese direkt auf soziale Medien übertragen kann. Die Berliner Nichtregierungsorganisation HateAid hat am Samstag rechtliche Schritte gegen Meta und mehrere Optikgeschäfte eingeleitet, die diese Brillen vertreiben.
HateAid fordert ein Verkaufsverbot der Brillen in Deutschland und argumentiert, dass die Geräte gegen das Telekommunikations- und Datenschutzgesetz des Landes verstoßen. Die Organisation kritisiert zudem, dass die Brillen durch eine Meta-App gesteuert werden, die gesammelte Videos zur Verbesserung der künstlichen Intelligenz des Unternehmens nutzt. Laut der Co-Geschäftsführerin von HateAid, Anna-Lena von Hodenberg, handelt es sich bei den Brillen um ein weiteres strategisches Werkzeug, um Metas Datenmonopol und Marktmacht zu festigen.
Die Kritik an den smarten Brillen von Meta ist nicht auf Deutschland beschränkt. In Großbritannien haben Gerichte sowie zahlreiche Restaurants, Theater und Pubs die Nutzung der Brillen bereits untersagt. Die Brillen, die unter dem Namen Ray-Ban verkauft werden, wurden zuletzt im Juni mit neuen Modellen und prominenten Werbepartnern auf den Markt gebracht. Trotz ihres unauffälligen Designs sorgen sie weltweit für Diskussionen über Datenschutz und Privatsphäre.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
