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    Tages Monitor August 12, 2026

    Deutschland unterstützt umstrittene Gasbohrungen im Amazonasgebiet

    Eine neue Untersuchung zeigt, dass deutsche Exportkredite zur Finanzierung von Gasbohrungen in der brasilianischen Amazonasregion verwendet wurden, obwohl Deutschland versprochen hatte, fossile Brennstoffe im Ausland nicht mehr zu finanzieren.

    Laut einem aktuellen Bericht hat die deutsche Exportkreditagentur Euler Hermes im Februar 2024 den Kauf einer Bohranlage genehmigt, die von dem deutschen Hersteller Herrenknecht an das brasilianische Unternehmen Eneva verkauft wurde. Diese Genehmigung fiel nur wenige Monate nach Inkrafttreten neuer Klimaregeln für Exportfinanzierungen, die darauf abzielen, die Unterstützung fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

    Die Bohranlage, die als Eneva Explorer bekannt ist, wurde im April 2025 nach Brasilien verschifft und im Juli im Parnaíba-Becken eingesetzt. Innerhalb von sechs Monaten wurden sieben neue Gasbohrungen vorgenommen, von denen sechs im rechtlichen Amazonasgebiet liegen. Eneva gab an, Gasvorkommen mit einem geschätzten Volumen von 2,2 bis 4 Milliarden Kubikmetern entdeckt zu haben.

    Kritiker, darunter Umweltorganisationen, argumentieren, dass diese Aktivitäten gegen Deutschlands Verpflichtungen verstoßen, die im Rahmen des Clean Energy Transition Partnership im Jahr 2021 eingegangen wurden. Trotz der neuen Klimaregeln gibt es weiterhin Schlupflöcher, die die Finanzierung von Gasprojekten ermöglichen, die als strategisch wichtig für Deutschland erachtet werden. Dies wirft Fragen zur Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik auf.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

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