Erste Anklage im Fall Nord-Stream-Sabotage: Ukrainer vor Gericht
Erste Anklage im Fall Nord-Stream-Sabotage: Ukrainer vor Gericht
Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen einen Ukrainer wegen der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines erhoben.
Der Generalbundesanwalt Jens Rommel hat erstmals Anklage gegen einen mutmaßlichen Saboteur der Nord-Stream-Pipelines erhoben. Der Ukrainer Serhii K. wird beschuldigt, Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur, die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und die Zerstörung von Bauwerken begangen zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll K. das Kommando über das Sabotageteam geführt haben, das im Herbst 2022 von der Segeljacht ‚Andromeda‘ aus die Sprengstoffanschläge auf die Pipelines verübte.
Die Beweislast gegen K. gilt als erdrückend. Laut ARD, Süddeutscher Zeitung und Zeit belastete sich der Ex-Soldat in abgehörten Telefonaten selbst. Zudem fanden Ermittler auf seinem Mobiltelefon Beweise für seine Beteiligung. Die Tat soll im Auftrag staatlicher Stellen in Kiew durchgeführt worden sein, wobei auch hochrangige ukrainische Militärs und Geheimdienstoffiziere involviert gewesen sein sollen. Der Fall wirft Fragen über mögliche staatliche Verantwortung auf.
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