EU-Abkommen mit Tunesien: Abhängigkeit von fragwürdigen Regierungen
EU-Abkommen mit Tunesien: Abhängigkeit von fragwürdigen Regierungen
Die EU macht sich durch das Migrationsabkommen mit Tunesien zunehmend abhängig von einem autoritären Regime.
2023 schloss die EU ein Migrationsabkommen mit Tunesien, das als Erfolg gefeiert wird. Kritiker, wie die Migrationsforscherin Judith Kohlenberger, warnen jedoch vor den menschenrechtlichen Konsequenzen. Tunesische Sicherheitskräfte setzen Gewalt ein, um Migranten von der Überfahrt nach Italien abzuhalten, was zu zahlreichen Todesfällen führt.
Obwohl die Zahlen der irregulären Migration gesunken sind, bleibt die zentrale Mittelmeerroute eine der gefährlichsten. Kohlenberger betont, dass die EU durch finanzielle Unterstützung für Tunesien auch für Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich ist. Die Abhängigkeit von nordafrikanischen Staaten in der Migrationskontrolle könnte langfristig problematisch sein.
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