EU plant umfassende Steuerreform zur Förderung von Investitionen
EU plant umfassende Steuerreform zur Förderung von Investitionen
Die Europäische Kommission hat eine weitreichende Reform der Unternehmensbesteuerung vorgestellt, die Unternehmen jährliche Einsparungen von fast 8 Milliarden Euro verspricht. Ziel ist es, Europa als Standort für Investitionen und Innovationen attraktiver zu machen.
Die neue Steuerreform umfasst zwei zentrale Vorschläge: ein Omnibus zur direkten Besteuerung, der sechs bedeutende Steuerrichtlinien gleichzeitig ändert, und die Richtlinie zur administrativen Zusammenarbeit, die neun bestehende Steuerregelungen in einem einheitlichen Text zusammenführt. Laut dem Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis soll dies die Geschäftstätigkeit in Europa erleichtern.
Eine der bedeutendsten Änderungen ist die Abschaffung der Steuern auf grenzüberschreitende Zahlungen von Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren zwischen Unternehmen, was etwa 5,3 Milliarden Euro der prognostizierten Einsparungen ausmacht. Allerdings wird diese Regelung erst acht Jahre nach der formellen Annahme durch die Mitgliedstaaten in Kraft treten, da einige Länder weiterhin auf diese Einnahmen angewiesen sind.
Zusätzlich zielt die Reform darauf ab, die komplexe Anti-Steuervermeidungsrichtlinie zu überarbeiten, die als Mindeststandard konzipiert wurde, aber viel Spielraum für nationale Auslegungen ließ. Experten betonen, dass die Abschaffung der Quellensteuer den Binnenmarkt erheblich verbessern würde und verweisen auf frühere Erfolge bei der Abschaffung von Zollgebühren als positives Beispiel.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
