Führende Ökonomen kritisieren EU-Abkehr vom Verbrenner-Aus
Führende Ökonomen üben scharfe Kritik an der absehbaren Abkehr der EU vom geplanten Verbot von Verbrennungsmotoren. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen…
Führende Ökonomen kritisieren EU-Abkehr vom Verbrenner-Aus
Führende Ökonomen üben scharfe Kritik an der absehbaren Abkehr der EU vom geplanten Verbot von Verbrennungsmotoren. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, erklärte, dass dieser Schritt weder die aktuellen Probleme der Hersteller löse noch Industriearbeitsplätze in Deutschland sichere. Weitere Wirtschaftsexperten äußerten sich ebenfalls skeptisch gegenüber dieser politischen Wende.
Thomas Puls vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft bezeichnete die Debatte als „Symboldebatte“ und betonte, dass Elektroautos und Plug-in-Hybride bis 2035 für die meisten Anwendungen ohnehin die bessere Wahl bleiben. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rief zur Geduld auf und plädierte für einen technologieoffenen, pragmatischen Ansatz, während die bald erwarteten Vorschläge der EU-Kommission abzuwarten sind. Die kommenden Pläne sollen klären, welche Neuwagen ab 2035 in der EU zugelassen werden dürfen; ein Komplettverbot für Verbrennungsmotoren scheint jedoch unwahrscheinlich.
