Geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise belasten den DAX
Geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise belasten den DAX
Der deutsche Leitindex DAX setzt seinen Abwärtstrend fort, belastet durch geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiepreise. Positive Konjunkturdaten können den Rückgang nicht aufhalten.
Der DAX ist im frühen Handel um etwa ein halbes Prozent auf rund 26.200 Punkte gefallen und entfernt sich weiter von seinem Rekordhoch von 26.573 Punkten, das erst vor wenigen Tagen erreicht wurde. Bereits zu Wochenbeginn hatte der Index mit einem Minus von 0,4 Prozent geschlossen. Die Unsicherheiten rund um die geopolitische Lage im Nahen Osten wirken sich zunehmend negativ auf die Stimmung der Anleger aus.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich weiter, nachdem das Rahmenabkommen zwischen beiden Ländern ausgelaufen ist und keine Aussicht auf eine Verlängerung besteht. US-Präsident Donald Trump hat eine Fortsetzung der Waffenruhe ausgeschlossen und droht nun auch dem Oman mit militärischen Maßnahmen. Diese Entwicklungen treiben die Ölpreise in die Höhe: Ein Fass der Sorte Brent kostet inzwischen deutlich über 90 Dollar, was die Inflationssorgen wieder anheizt und den Aktienmarkt zusätzlich unter Druck setzt.
Positive Impulse kommen hingegen von der deutschen Bauwirtschaft: Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg im ersten Halbjahr um 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 126.300, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dennoch können diese erfreulichen Daten die negativen Effekte der geopolitischen Unsicherheiten und der steigenden Energiepreise nicht ausgleichen. Hinzu kommt der Druck vom Anleihemarkt, wo die Renditen deutscher Staatsanleihen neue Höchststände erreicht haben, was Aktien im Vergleich weniger attraktiv macht.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
