Gesundheitsminister Linnemann setzt sich gegen Rentenkürzungen für pflegende Angehörige ein
Gesundheitsminister Linnemann setzt sich gegen Rentenkürzungen für pflegende Angehörige ein
Gesundheitsminister Carsten Linnemann hat angekündigt, geplante Rentenkürzungen für pflegende Angehörige stoppen zu wollen. Ziel sei es, die soziale Anerkennung dieser ‚Alltagshelden‘ beizubehalten und ihre Leistungen weiterhin angemessen zu würdigen.
Carsten Linnemann, der neue Gesundheitsminister, hat sich klar gegen die Sparpläne ausgesprochen, die eine Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige vorsehen. Diese Einsparungen waren ursprünglich Teil eines Konzepts zur Stabilisierung der Pflegeversicherung und sollten ab 2027 rund 1,8 Milliarden Euro einbringen. Der CDU-Politiker betonte jedoch, dass die Reduzierung der Rentenpunkte das falsche Signal an die Gesellschaft sende.
Linnemann bezeichnete Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, als ‚Alltagshelden Deutschlands‘. In der Bundesrepublik gäbe es rund sechs Millionen Pflegebedürftige, von denen mehr als die Hälfte von Familienangehörigen versorgt werden. Er wolle mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz sicherstellen, dass die Rentenansprüche dieser Menschen ungekürzt bleiben und ihren wichtigen Beitrag für die Gesellschaft honorieren.
Unterstützung erhält Linnemann dabei nicht nur von Gesundheitsexperten und Sozialverbänden, sondern auch aus Teilen der Regierung und Opposition. Kritik an den Kürzungsplänen seiner Vorgängerin kommt sowohl von der CSU als auch aus der SPD. Nun steht eine Überarbeitung der Finanzierung im Fokus, um die Pflegeversicherung zu stabilisieren, ohne den pflegenden Angehörigen finanzielle Einbußen zuzumuten.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
