Linnemann setzt sich für Rentenansprüche pflegender Angehöriger ein
Linnemann setzt sich für Rentenansprüche pflegender Angehöriger ein
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will geplante Kürzungen bei Rentenansprüchen für pflegende Angehörige verhindern und spricht von einem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen.
Carsten Linnemann, der neue Bundesgesundheitsminister, hat angekündigt, Kürzungen bei Rentenansprüchen für pflegende Angehörige zu stoppen. Obwohl seine Vorgängerin, Nina Warken, eine Reform angestoßen hatte, die reduzierte Rentenbeiträge für Pflegepersonen vorsah, plant Linnemann, diese Regelung zu verhindern. Laut dem CDU-Politiker sei das Signal, bei dieser Gruppe Einsparungen vorzunehmen, sowohl für die Betroffenen als auch für die Gesellschaft falsch.
Linnemann betonte, dass Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen, entscheidend für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft seien. Aktuell erhalten pflegende Angehörige unter bestimmten Bedingungen Rentenbeiträge von bis zu 740 Euro monatlich von den Pflegekassen. Der Reformvorschlag Warkens sah eine Reduzierung auf 70 Prozent dieser Zahlungen vor, ein Plan, den Linnemann nun entschlossen ablehnt. Er sieht darin auch eine Verletzung der Anerkennung, die sogenannte ‚Alltagshelden‘ verdienen.
Unterstützung erhält Linnemann aus den Koalitionsparteien sowie von Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich bereits im Sommer positiv zu einer solchen Änderung geäußert hatte. Organisationen wie die gesetzlichen Krankenkassen, der Sozialverband SoVD und die Stiftung Patientenschutz stehen ebenfalls hinter seinem Vorhaben. Die geplante Reform des Pflegesystems soll im Herbst auf die politische Agenda gesetzt werden, eine Entscheidung, die nach Ansicht Linnemanns für die Stabilität des deutschen Gesundheitssystems essenziell ist.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
