Magdeburg gedenkt der Opfer des Weihnachtsmarkt-Anschlags
Magdeburg gedenkt der Opfer des Weihnachtsmarkt-Anschlags
Magdeburg hat den ersten Jahrestag eines Anschlags auf seinen Weihnachtsmarkt begangen und dabei der sechs Todesopfer sowie der über 300 Verletzten gedacht. Ein Gedenkgottesdienst fand in der Johanniskirche für Betroffene und ihre Angehörigen statt, an dem Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff und Magdeburgs Oberbürgermeisterin Borris teilnahmen. Bundeskanzler Merz sollte eine Rede halten. Zuvor hatte Bischof Feige einen ökumenischen Gottesdienst geleitet, der Gesten der Nächstenliebe inmitten der Tragödie hervorhob, ergänzt durch Berichte eines Betroffenen, eines Notfallseelsorgers und eines Unfallchirurgen. Bürger waren aufgerufen, eine Lichterkette rund um den Alten Markt zu bilden. Bundespräsident Steinmeier forderte online dazu auf, der Toten und Verletzten sowie ihrer Angehörigen zu gedenken. Der Täter, ein Arzt aus Saudi-Arabien, raste am 20. Dezember letzten Jahres mit einem Auto in den Markt. Er steht seit Mitte November vor Gericht; Ermittler weisen auf seine mutmaßlichen Verbindungen zu islamfeindlichen und rechten Kreisen, Verschwörungsideologien und psychische Beeinträchtigungen hin.
