Organisierte Kriminalität rekrutiert Kinder über Online-Gaming-Plattformen
Organisierte Kriminalität rekrutiert Kinder über Online-Gaming-Plattformen
Organisierte Kriminalitätsgruppen nutzen zunehmend Online-Gaming, um Kinder zu radikalisieren und ein Leben in Kriminalität zu verherrlichen, warnt An Garda Síochána.
In einer alarmierenden Entwicklung haben organisierte Kriminalitätsgruppen (OKGs) begonnen, Kinder über Online-Gaming-Plattformen zu rekrutieren. Andrew McLindon, Kommunikationsdirektor von An Garda Síochána, äußerte sich während einer Podiumsdiskussion zur Online-Sicherheit im Rahmen der Kennedy-Sommerschule in New Ross, Irland, besorgt über die Radikalisierung junger Menschen, insbesondere vulnerabler Gruppen. McLindon erklärte, dass diese Gruppen den Kindern ein glamouröses Leben in der Kriminalität versprechen und sie dazu anregen, gewalttätige Taten zu begehen. „Wir geben dir 300 Dollar und eine Waffe, und wir wollen, dass du in ein anderes Land reist, um jemanden zu erschießen und das Ganze zu filmen“, so McLindon. Diese Praktiken sind nicht nur besorgniserregend, sondern auch gefährlich, da sie Kinder in einen Kreislauf von Gewalt und Selbstverletzung ziehen. Laut McLindon gibt es auch Gruppen, die gezielt Kinder ansprechen, um sie zu Selbstverletzungen zu animieren und diese zu dokumentieren. Die Notwendigkeit einer strengeren Regulierung von Online-Gaming-Plattformen wurde hervorgehoben, da diese oft weniger Aufmerksamkeit erhalten als traditionelle soziale Medien. McLindon plädierte dafür, dass Online-Plattformen wie Verlage behandelt werden sollten, um die Verantwortung für die Inhalte zu erhöhen und die Ermittlungen zu erleichtern. Eine aktuelle Studie von CyberSafeKids zeigt, dass 39 % der 8- bis 12-Jährigen ein eigenes Smartphone besitzen, was die Dringlichkeit des Themas unterstreicht. Dr. Niall Muldoon, Ombudsmann für Kinder, betonte die Bedeutung der Integration von Kinderrechten in digitale Richtlinien. Die Diskussion über eine mögliche Social-Media-Sperre wurde als reaktionär bezeichnet, wobei Experten darauf hinwiesen, dass Kinder auch ohne soziale Medien online sein werden. Die Herausforderungen der digitalen Welt erfordern eine umfassende Strategie zur Aufklärung und zum Schutz von Kindern vor den Gefahren des Internets. Aufbereitet und bearbeitet von AboMatrix
Quelle: thejournal.ie
