Pistorius mahnt zur Vorsicht bei Friedensgesprächen über Ukraine in Berlin
In Berlin finden neue Gespräche statt, um im festgefahrenen Ukraine-Konflikt Bewegung zu schaffen, doch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ruft zur Vorsicht auf. Er begrüßt die Anwesenheit US-amerikanischer…
Pistorius mahnt zur Vorsicht bei Friedensgesprächen über Ukraine in Berlin
In Berlin finden neue Gespräche statt, um im festgefahrenen Ukraine-Konflikt Bewegung zu schaffen, doch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ruft zur Vorsicht auf. Er begrüßt die Anwesenheit US-amerikanischer Verhandlungsführer als positives Zeichen, weist jedoch darauf hin, dass Russland bisher jeden Annäherungsversuch durch Verschärfung seiner Angriffe torpediert hat. Pistorius bezeichnet die aktuelle Verhandlungszusammenstellung als „alles andere als ideal“, insbesondere wegen der engen Verbindungen eines US-Unterhändlers zum Kreml, betont jedoch die Notwendigkeit, mit den verfügbaren Partnern zu verhandeln.
Ein zentrales Thema sind mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Präsident Selenskyj signalisierte Bereitschaft, einen NATO-Beitritt zunächst zu verschieben, im Gegenzug für verbindliche Zusicherungen. Pistorius warnt davor, dass solche Garantien ohne US-Beteiligung wenig wert seien und hebt die Wichtigkeit einer europäischen Geschlossenheit und konsequentem Druck auf Russland hervor, darunter die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte zugunsten der Ukraine. Er betont, dass es um die Sicherheit Europas gehe und unterstreicht die Notwendigkeit militärischer Unterstützung, gerade weil die USA als wichtigste Unterstützer teilweise ausfallen, was den Druck auf Europa erhöht.
