Polizei führt umfassende Razzien gegen mutmaßliche Mitglieder verbotener rechtsextremer Vereinigung durch
Polizei führt umfassende Razzien gegen mutmaßliche Mitglieder verbotener rechtsextremer Vereinigung durch
Wegen des Verdachts, die verbotene rechtsextreme Gruppierung „Artgemeinschaft“ weiterhin zu unterstützen, hat die Polizei in mehreren Bundesländern großangelegte Durchsuchungen durchgeführt.
In einer koordinierten Aktion hat die Polizei am heutigen Morgen mehrere Objekte in Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren gegen 15 Beschuldigte, die mutmaßlich die rechtsextreme Organisation „Artgemeinschaft“ trotz ihres Verbots weiterführen. Die Gruppierung wurde bereits 2023 vom Bundesinnenministerium als „sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung“ eingestuft und verboten.
An den Durchsuchungen waren Einsatzkräfte der Landeskriminalämter beteiligt. Besonders in Nordrhein-Westfalen wurden der Kreis Höxter sowie mehrere Orte im Kreis Lippe und in Lippstadt Ziel der Maßnahmen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft in Halle stehen die nun eingeleiteten Ermittlungen in Zusammenhang mit der Unterstützung und Fortführung der Aktivitäten der rechtsextremen Gruppierung.
Die „Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ hatte gegen das Verbot der Vereinigung geklagt, doch das Bundesverwaltungsgericht bestätigte im April den Beschluss des Bundesinnenministeriums. Damit bleibt die Gruppierung weiterhin illegal. Die heutigen Razzien sollen entscheidende Beweise für mögliche Verstöße und die fortgesetzte Unterstützung der verbotenen Organisation sichern.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
