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    Tagespuls Januar 2, 2026

    Schauspieler Walter Schultheiß mit 101 Jahren gestorben

    Nach Angaben der Quelle

    Kurzüberblick: Der bekannte schwäbische Schauspieler und Mundart-Urgestein Walter Schultheiß ist am 22. Dezember im Alter von 101 Jahren in Wildberg friedlich im Kreise seiner Familie verstorben. Dies bestätigte sein Sohn Götz Schultheiß dem SWR.

    Walter Schultheiß, geboren im Mai 1924 in Tübingen, war über sieben Jahrzehnte auf Bühnen und Bildschirmen präsent. Er galt als „dienstältester“ Schauspieler und war besonders bekannt für seine Rolle als schwäbischer Vermieter Rominger im „Tatort“. Schon als Jugendlicher vom Theater fasziniert, begann er seine Schauspielkarriere nach dem Krieg in Tübingen und Stuttgart. Ein wichtiges Standbein seiner Karriere waren Mundart-Hörspiele für den damaligen SDR, die ihm eine treue Fangemeinde bescherten. In den 1960er Jahren feierte er große Erfolge mit Werner Veith als „Karle und Gottlob“ in einer Straßenkehrer-Sketch-Serie im Radio. Später war er auch im Fernsehen in Produktionen wie „Oh Gott, Herr Pfarrer“ und verschiedenen ARD-Tatorten zu sehen. Drehbuchautor Felix Huby schrieb ihm zahlreiche unvergessliche Rollen auf den Leib und bezeichnete ihn als „Star der stillen Art“. Mit 89 Jahren erhielt Schultheiß seine erste Kino-Hauptrolle in der Tragikomödie „Global Player – Wo wir sind isch vorne“ (2013). Bis ins hohe Alter von 93 Jahren stand er noch vor der Kamera, oft an der Seite seiner Ehefrau und Bühnenpartnerin Trudel Wulle, die er am Stuttgarter Volkstheater kennengelernt und 1950 geheiratet hatte. Neben der Schauspielerei widmete sich Schultheiß auch der Poesie und Malerei. Nach dem Tod seiner Frau Ende 2021 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und lebte bis zuletzt in Wildberg (Kreis Calw) bei seinem Sohn und dessen Familie. Er bleibt vielen als Vorbild und als unverwechselbare Persönlichkeit der schwäbischen Kultur in Erinnerung.

    Quelle: www.tagesschau.de