Tischfeuerwerk wohl Ursache der Brandkatastrophe in Crans-Montana
Tischfeuerwerk wohl Ursache der Brandkatastrophe in Crans-Montana
Nach Angaben der Quelle
Kurzüberblick: Ein Tischfeuerwerk, das auf Sektflaschen montiert war, hat nach ersten Ermittlungen vermutlich die Brandkatastrophe in Crans-Montana ausgelöst. Die Flammen kamen dabei zu nah an die Decke. Bei dem Unglück in der Neujahrsnacht starben mindestens 40 Menschen, 119 wurden verletzt, viele davon schwer.
Die Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana wurde nach Einschätzung der Ermittler von sogenannten Partyfontänen, einem Tischfeuerwerk, das an Sektflaschen montiert und durch den Raum getragen wurde, ausgelöst. Dies teilte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, mit. Laut Pilloud deutet alles darauf hin, dass das Feuer von diesen Sprühfontänen ausging, die zu nah an die Decke kamen. Diese Hypothese basiert auf der Auswertung von Videos und Zeugenaussagen, ist jedoch noch nicht abschließend bestätigt. Als Faktor für die rasche Ausbreitung des Feuers könnte Akustikschaumstoff an der Decke beigetragen haben, dessen Verwendung derzeit untersucht wird. Es wird zudem geprüft, ob eine strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird, falls eine Verantwortung lebender Personen festgestellt werden kann. Pilloud wies darauf hin, dass solche Pyrotechnik frei verkäuflich ist, die Frage der Zulässigkeit der Verwendung in geschlossenen Räumen sei Gegenstand der Ermittlungen. Bei dem Brand in der Silvesternacht starben mindestens 40 Menschen, darunter viele junge Leute. 119 Personen wurden verletzt, 113 davon konnten identifiziert werden. Unter den identifizierten Verletzten sind 71 Schweizer, 14 Franzosen und 11 Italiener; Deutsche waren zunächst nicht aufgeführt. Viele Verletzte erlitten schwere Verbrennungen und befinden sich in kritischem Zustand, einige mussten intubiert und in ein künstliches Koma versetzt werden. Mehrere Verletzte werden in Spezialkliniken in anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland (Stuttgart, Tübingen, Ludwigshafen), versorgt. Die Identifikation der rund 40 Todesopfer mittels DNA-Proben ist noch nicht abgeschlossen. Das Feuer brach gegen 1:30 Uhr in der Bar „Le Constellation“ aus und führte zu einem „Flashover“, dem sekundenschnellen Übergang eines kleinen Feuers zu einem Großbrand.
Quelle: www.tagesschau.de
