Trump kündigt US-Kontrolle über venezolanische Ölfelder an – heftige Kritik folgt
Trump kündigt US-Kontrolle über venezolanische Ölfelder an – heftige Kritik folgt
Präsident Donald Trump gab bekannt, dass die USA die Mehrheitskontrolle über venezolanische Ölvorkommen gesichert haben. Diese Ankündigung löste sofort scharfe Kritik von politischen Gegnern aus, die den Schritt als kolonial und gefährlich für US-Soldaten bezeichneten.
Präsident Donald Trump hat am Freitag auf Truth Social verkündet, dass die US-Regierung die Mehrheitskontrolle über venezolanische Ölvorkommen mit einem Volumen von 65 Milliarden Barrel gesichert hat. Diese Ankündigung erfolgte nach Berichten, dass ein entsprechendes Abkommen in Vorbereitung war, was zu heftigen Reaktionen führte. Senator Chris Van Hollen (D-Md.) äußerte auf sozialen Medien, dass dies ein Beweis dafür sei, dass Trump US-Soldaten in Gefahr bringe, um venezolanisches Öl für seine wohlhabenden Freunde zu gewinnen. Er bezeichnete dies als grobe Vernachlässigung seiner verfassungsmäßigen Pflichten. Die Ankündigung folgt auf die Invasion von US-Truppen in Caracas am 3. Januar, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Frau entführt wurden. Trump hatte damals erklärt, dass es darum gehe, das Öl des Landes zu fördern. Der aktuelle Deal, der auch von Außenminister Marco Rubio und der amtierenden venezolanischen Präsidentin Delcy Rodriguez vorgestellt wurde, sieht vor, dass private Unternehmen 17 strategische Felder entwickeln, die 65 Milliarden Barrel nachgewiesene Reserven enthalten. Rodriguez sprach von einem Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar und prognostizierte Steuererträge von 209 Milliarden Dollar. Kritiker wie der Ökonom Francisco Rodríguez argumentieren jedoch, dass das Abkommen für Venezuela nachteilig sei. Er wies darauf hin, dass die prognostizierten Steuererträge von lediglich 3,22 Dollar pro Barrel weit unter dem Marktpreis lägen. Auch Joseph Bouchard, ein Journalist, kritisierte, dass Trump Öl zu einem Bruchteil des Marktpreises kaufe und dies als einen Versuch sehe, die Midterms zu manipulieren. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass das Abkommen gegen die venezolanische Verfassung verstoße, die alle Mineralien und Kohlenwasserstoffe als „unveräußerliches öffentliches Eigentum“ definiert. Die Situation wirft Fragen zur Legitimität des Deals auf, insbesondere angesichts der instabilen politischen Lage in Venezuela und der Ängste von Regierungsbeamten vor Verhaftungen. Experten warnen zudem, dass eine schnelle Erhöhung der Ölproduktion unwahrscheinlich sei und die Ausbeutung der venezolanischen Ölvorkommen die Klimakrise weiter verschärfen könnte. Aufbereitet und bearbeitet von AboMatrix
Quelle: commondreams.org
