Umweltverbände fordern umfassenden Hitzeschutz und Grundgesetzänderung
Umweltverbände fordern umfassenden Hitzeschutz und Grundgesetzänderung
Angesichts der zunehmenden Hitzewellen fordern Umweltverbände von der Bundesregierung einen nationalen Aktionsplan und eine Grundgesetzänderung, um den Hitzeschutz zu stärken.
Die anhaltenden Hitzewellen dieses Sommers haben Umwelt- und Klimaschutzverbände dazu veranlasst, die Bundesregierung zu einem entschlossenen Handeln aufzurufen. Sie kritisieren, dass Deutschland nicht ausreichend auf extreme Temperaturen vorbereitet sei und fordern, das Thema Hitzeschutz ins Zentrum der politischen Agenda zu rücken. Laut der Deutschen Umwelthilfe sind bereits Tausende Menschen infolge der Hitze gestorben, während weiterhin Flächen versiegelt und alte Bäume gefällt werden.
Die SPD-Ministerien haben einen umfassenden Plan vorgelegt, der unter anderem Änderungen im Bauplanungsrecht und Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten vor extremer Hitze vorsieht. Umweltminister Carsten Schneider betonte die Notwendigkeit, Naturschutz und Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz zu verankern. Auch Bauministerin Verena Hubertz und Gesundheitsminister Carsten Linnemann wurden aufgefordert, konkrete Schritte zu unternehmen, um Städte grüner und hitzeresistenter zu gestalten.
Greenpeace und andere Organisationen unterstützen die Forderungen nach einer Grundgesetzänderung und einer stärkeren finanziellen Unterstützung für Kommunen, um Hitzeschutzmaßnahmen umzusetzen. Während die Grünen ihre Unterstützung signalisierten, äußerte sich die Union skeptisch, obwohl einzelne Vertreter eine offene Haltung zeigten. Für eine Grundgesetzänderung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag erforderlich, was eine parteiübergreifende Zusammenarbeit notwendig macht.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
