Zufriedenheit mit Gesundheitspolitik auf historischem Tiefpunkt
Zufriedenheit mit Gesundheitspolitik auf historischem Tiefpunkt
Die Zufriedenheit der gesetzlich Versicherten mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung ist auf einen neuen Tiefstwert gesunken. Nur noch 20 Prozent der Befragten bewerten die aktuelle Politik positiv.
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Zufriedenheit der gesetzlich Versicherten mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung dramatisch gesunken ist. Laut den Ergebnissen sind lediglich 20 Prozent der Befragten mit den Maßnahmen „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Dies markiert den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen und setzt einen mehrjährigen Abwärtstrend fort.
Besonders kritisch wird die Gesundheitsreform der vorherigen Bundesgesundheitsministerin bewertet, die unter anderem höhere Zuzahlungen für Arzneimittel und längere Wartezeiten in Arztpraxen mit sich brachte. Auch Kürzungen im psychotherapeutischen Bereich und ein strenger Sparkurs, der die Pharmabranche belastet, sorgen für Unmut. Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) steht vor der Herausforderung, das Vertrauen der Versicherten zurückzugewinnen.
Als erste große Aufgabe für Linnemann gilt die geplante Pflegereform, die Einsparungen von rund 70 Milliarden Euro in den kommenden Jahren vorsieht. Der Gesetzentwurf wird derzeit vorbereitet und soll im September vom Kabinett verabschiedet werden. Anschließend wird der Bundestag über die Reform beraten. Experten sehen die Umsetzung als schwierig, doch sie könnte für den Minister eine Chance sein, die Stimmung unter den Versicherten zu verbessern.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
