Rechtsextremismus: Mehr Verdachtsfälle bei der Bundeswehr
Rechtsextremismus: Mehr Verdachtsfälle bei der Bundeswehr
Die Zahl rechtsextremistischer Verdachtsmeldungen in der Bundeswehr ist erneut gestiegen.
Laut bislang unveröffentlichten Daten des Bundesverteidigungsministeriums, die dem WDR vorliegen, gab es im Jahr 2025 insgesamt 302 Verdachtsmeldungen zu rechtsextremistischen Vorfällen in der Bundeswehr. Rund 350 Personen wurden überprüft, und mehr als 90 Angehörige der Bundeswehr wurden entlassen. Die Entlassungen erfolgten nicht immer direkt aufgrund der Verdachtsmeldungen.
Besonders häufig wurden rassistische Äußerungen, NS-Symbole und rechtsextremistische Veranstaltungen gemeldet. Zu den auffälligsten Vorfällen gehörten Meldungen über den Hitlergruß, wobei von 65 gemeldeten Fällen weniger als zehn bestätigt wurden. Bestimmte Standorte wie Zweibrücken, Stetten am kalten Markt und Neubiberg verzeichneten besonders viele Meldungen. Die Daten stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei und zeigen eine langfristige Entwicklung.
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