Elf Stunden Luftalarm: Größter Angriff auf Kiew seit Kriegsbeginn
Elf Stunden Luftalarm: Größter Angriff auf Kiew seit Kriegsbeginn
Russland attackiert Kiew mit 500 Drohnen und 70 Raketen – die längste Alarmphase des Krieges.
In der Nacht zum Donnerstag erlebte Kiew den bisher längsten Luftalarm des Krieges. Ab 21.40 Uhr am Mittwochabend griff Russland die ukrainische Hauptstadt mit über 500 Drohnen und 70 Raketen an. Die Behörden meldeten bisher 20 Tote und fast 90 Verletzte. Mehr als 30 Orte, darunter zahlreiche Wohngebäude, wurden zerstört. Rettungskräfte dokumentierten Bombenkrater, brennende Dachstühle und Wiederbelebungsversuche an Zivilisten.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einer „schrecklichen Nacht“ und rief für Freitag einen Trauertag aus. Besonders betroffen war der Wohnbezirk Darnyzkyj, wo Helfer nach Überlebenden suchten. Die ukrainische Luftwaffe konnte viele Geschosse abfangen, doch die Masse der Angriffe war überwältigend. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits vor dem Angriff gewarnt und die Bevölkerung aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. U-Bahnstationen aus Sowjetzeiten dienen nun als Zufluchtsorte gegen die russischen Angriffe.
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