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  • Inflation: Energiepreise und Vorprodukte könnten Preisniveau erneut antreiben

    Tages Monitor September 10, 2026

    Inflation: Energiepreise und Vorprodukte könnten Preisniveau erneut antreiben

    Trotz sinkender Inflation warnen Experten vor indirekten Effekten durch gestiegene Vorproduktkosten und geopolitische Unsicherheiten.

    Die Inflation in Deutschland ist zuletzt deutlich gesunken. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise nur noch um 2,3 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent im Mai. Hauptgründe sind der Tankrabatt und der Rückgang der Ölpreise. Der Preis für ein Fass Brent-Öl fiel auf etwa 72 Dollar, ein Minus von rund 43 Prozent gegenüber dem Krisenhoch von 126 Dollar. Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, sieht darin klare Signale der Entspannung, die sich direkt auf die Inflation auswirken.

    Doch Experten warnen vor möglichen Nachwirkungen. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) verweist auf gestiegene Kosten für Vorprodukte wie Kunststoffe und Düngemittel, die um 30 bis 50 Prozent teurer geworden sind. Diese könnten über Lieferketten weitergegeben werden und auch bei normalisierten Energiepreisen Inflationsdruck erzeugen. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, betont, dass Unternehmen die Kostensteigerungen langsam an Verbraucher weitergeben. Zudem bleibt der Ölmarkt ein Unsicherheitsfaktor, insbesondere durch geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus.


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